Schlüsselabstraktion: Eine Klasse oder ein Objekt, die einen Teil des Vokabulars des Problembereichs bilden. Vorrangiger Nutzen bei der Festlegung solcher Abstraktionen ist die Eingrenzung des Problems; die im System befindlichen relevanten Dinge, die für das Design benötigt werden, werden somit betont, die unwichtigen Dinge ausgegrenzt.
Klassifizierungen helfen das Wissen zu ordnen. Im objektorientierten Design ermöglicht uns das Erkennen von Analogien zwischen Dingen, Gemeinsamkeiten mit Hilfe von Schlüsselattributen und Mechanismen auszudrücken, und es kann uns helfen, kleinere und einfachere Architekturen zu entwerfen. Bei der Klassifizierung werden Dinge grupppiert, die eine gemeinsame Struktur oder ein gemeinsames Verhalten aufzeigen, aber "die Entdeckung einer Ordnung ist keine einfache Aufgabe. ... wenn die Ordnung einmal entdeckt ist, ist es überhaupt nicht schwierig, sie zu erkennen."(Buch: Objektorientierte Analyse und Design, S. 191) Somit ist eine intelligente Klassifizierung eine schwere intellektuelle Arbeit, die am besten in einem Inkrementell und Iterativ Prozess entsteht. Allerdings ist jede Klassifizierung abhängig von der Perspektive des Beobachters und somit von Person zu Person unterschiedlich.
Das Festlegen von Klassen und Objekten ist ein entscheidender Faktor des objektorientierten Designs, welchem die Entdeckung und Erfindung angehören. Letztlich geht es bei der Klassifizierung um ein Zuordnungsproblem, welches sich darin äußert, dass man eine bestimmte Menge an Objekten auf viele verschiedene, korrekte Weisen klassifizieren kann (bspw. nach der Mengentheorie).
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